Unsere Programme


Cantaré - Lieder des Trotzes und der Lebensfreude
„Und habt ihr denn etwa keine Träume, wilde und zarte, im Schlaf zwischen zwei Cantareharten Tagen? Und wisst ihr vielleicht, warum zuweilen ... ein kleines Lied, ja nur der Takt eines Liedes, gar mühelos in die Herzen eindringt... Ja, mühelos rührt der Pfiff eines Vogels an den Grund des Herzens und dadurch auch an die Wurzeln der Handlungen.”

Anna Seghers, Vorspruch zu: Die schönsten Sagen vom Räuber Woynok

Der Chor „Die Untertanen“ aus Münster präsentiert
ein Programm mit Liedern,
die trotzig,
aber nicht ohne Augenzwinkern,
den windschnittigen politischen Zeitgeist aufs Korn nehmen,
Lieder, die strotzen vor Lebensfreude,
erfüllt mit der lustvollen Erfahrung,
sich einzumischen in die Geschichte.
Und immer wieder auch der Pfiff eines Vogels...


die untertanen

Der münstersche Chor „Die Untertanen“ präsentiert sein neues Programm mit Liedern, Klangarten, Texturen und Zwischentönen: „dran bleiben“ …

… wenn verliebte Leichtigkeit von Missstimmungen, Kündigungsempfehlungen und Entlassungswellen verdrängt wird …
… wenn verarmte Stand-up-Bänker jovial krisenfeste Freundschaftsdienste und wertlose Wertpapiere anpreisen …
… wenn Geldgeilheit, Egozentrik und Machtwahn eine zerstörerische Eigendynamik entwickeln …
… wenn in naive Schreckensbekundungen leise Stimmen von Flüchtlingsmüttern dringen, ihre toten Kinder beklagend, unterwegs ohne Pass, ohne Schutz und ohne Ziel ...
… wenn ein einsamer Deserteur den Befehlshabern trotzt, an seiner Seite sehnsuchtsvolle Kriegskinder …
… wenn zwischen Unruhe und Wachträumen der Weg in eine andere Welt aufblitzt …
… wenn sich gestern wie heute handfeste Spuren abzeichnen auf dem Weg in ein
neues Leben …
… wenn Menschen zu ihrer ureigenen Würde zurückfinden mit dem Blick zur Sonne …
… wenn immer noch und immer wieder gesungen, gefordert, geträumt und gehofft wird …


"DIE WELT HOCH WERFEN"

Jubiläumskonzert zum 25-jährigen Bestehen des Chores

die untertanenWer es könnte
die Welt
hochwerfen
daß der Wind
hindurchfährt.
 

                   Hilde Domin

Ein Moment der Leichtigkeit, und das Gewicht der Welt ist vergessen. Ein außergewöhnlicher Standpunkt gibt den Blick frei auf neue Ansichten. Ein frischer Wind belebt dumpf-stickiges Denken. Ein hoffnungsvoller Augenblick der Utopie! Und die Suche geht weiter nach den Kräften, die das verwirklichen können.

Der 1981 gegründete Chor “Die Untertanen” aus Münster lässt sich immer noch beflügeln von diesen aufrührenden Gedanken und Fragen. Da klingen große gesellschaftliche Fragen und Kämpfe an, die noch immer unserer aller Aufmerksamkeit und Handlungsbereitschaft bedürfen: die vielgestaltige Friedensfrage, der Kampf gegen die Apartheid in Südafrika, gegen rechte Diktaturen und für die Selbstbestimmung der Völker in Lateinamerika, die Kämpfe um soziale Gerechtigkeit und ein menschenwürdiges Leben. Und in all dem die Begegnung mit sich selbst, dem anderen, dem Vertrauten und dem Ungewohnten.
So wird dieses Jubiläumskonzert sicher kein nostalgisches Programm “Schön war die Zeit!”, sondern es wird immer wieder um die Frage gehen: “Wer es könnte – die Welt hochwerfen, dass der Wind hindurchfährt!”

Dabei freuen sich die “Untertanen” ganz besonders auf neue klangliche und visuelle Überraschungen...


AUGE UM AUGE - TON AN TON
Die Untertanen bitten zu Tisch

die untertanenUnter diesem Titel präsentieren wir unser neues Programm, das die Aussicht auf mehr als nur einen vergnüglichen Abend verspricht. Wer will, kann bei den szenisch dargebotenen Liedern und Texten auch Eingemachtem begegnen: Der Chor bringt auf den Tisch, was andernorts vielleicht lieber im Keller gelassen wird. Von "Ein Prosit der Gemütlichkeit" in Kombination mit "Die Männer sind schon die Liebe wert", von "Hiroshima", dem Abba-Song "Thank you for the music" über die "Ballade von den Säckeschmeißern" bis hin zu "Manifiesto - yo no canto por cantar" und weiteren Liedern und Texten wird eine erstaunliche Bandbreite geboten, eingebettet in ebenfalls erstaunliche Szenen. Ob man am Tisch also Hausmannskost oder Delikatessen begegnet, ob´s gut mundet, quer runtergeht oder im Halse steckenbleibt - das möge jede und jeder während/ nach/ durch die Begegnung selber entscheiden. A-capella-Gesang, Soloeinlagen, Chorisches mit Instrumentalbegleitung - in jedem Fall wird der Abend facettenreich.